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Quelle NWZ online 19.10.2016

Ausgezeichnet mit dem Bürgerpreis (von links): Inge Schmatloch, Ulrich Fröhlich, Bärbel Niebuhr, Anna Papenroth, Sieglinde Janßen, Hilke Janßen, Marie-Luise Felber, Rena Sassen, Sabine Aden, Katja Prigge und Christa Schindling. Bürgermeister Dieter von Essen dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Bild: Frank Jacob
Ehrenamt

Diese Bürger sind echte Vorbilder

Rastede Die Gemeinde Rastede hat am Dienstagabend den Bürgerpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Ausgezeichnet wurden Ulrich Fröhlich, Inge Schmatloch, der Vorstand des Ortsvereins Loy-Barghorn und die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer.

Bürgermeister Dieter von Essen betonte bei der Feierstunde im Palais: „Sie sind Vorbilder in Sachen Menschlichkeit und Miteinander. Sie sind Vorbilder, die zum Nachahmen einladen und zum Mitmachen ermuntern sollen.“

Ulrich Fröhlich habe den TuS Lehmden mehr als 25 Jahre geprägt und dazu beigetragen, dass sich „der Verein zu einem der erfolgreichsten Sportvereine im Landkreis Ammerland entwickelt hat“, sagte von Essen.

Fröhlichs großem Engagement und einer Portion Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass der Bau einer Flutlichtanlage und der Umkleidekabinen in Nethen in den 1990er Jahren in Eigenarbeit realisiert werden konnte. Auch bei der Neugestaltung des Sportplatzareals in Hahn-Lehmden sei Fröhlich an erster Stelle dabei gewesen.

Auszeichnung wird seit 1998 vergeben

Seit 1998 verleiht die Gemeinde Rastede einen Bürgerpreis, mit dem Ehrenamtliche ausgezeichnet werden. 66 Bürger oder Gruppen wurden seitdem geehrt, die sich um das Gemeinwesen besonders verdient gemacht haben.

In diesem Jahr waren 19 Vorschläge eingegangen, welche Personen geehrt werden sollten. Eine Jury entschied dann, wer ausgezeichnet werden soll.

Inge Schmatloch habe sich neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit als Pfarrsekretärin der katholischen Kirchengemeinde von 1986 bis 2008 für Frauen, kinderreiche Familien und sozial Schwache eingesetzt, sagte der Bürgermeister. Sie habe u.a. die Aktion „Frauen helfen Frauen“ mit dem bekannten Suppenbuffet initiiert. So konnten mehr als 20 000 Euro für Frauen in Not eingenommen werden.

Auf mehr als 20 Jahre Vorstandsarbeit könnten Sieglinde Janßen, Anna Papenroth, Bärbel Niebuhr und Hilke Janßen im Ortsverein Loy-Barghorn zurückblicken. „Unter ihrer Federführung ist es gelungen, den Verein in Barghorn und Loy noch stärker zu verankern“, so von Essen. Besonders lobte er den Einsatz beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem Loy-Barghorn 2005 als schönstes Dorf im Ammerland ausgezeichnet wurde.

Stellvertretend für die fast 150 ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in der Gemeinde ehrte der Bürgermeister Christa Schindling, Rena Sassen, Katja Prigge, Sabine Aden und Marie-Luise Felber. „Sie kümmern sich darum, dass die Flüchtlinge in unserem Land ankommen. Sie vermitteln ihnen einen ersten Einstieg in unsere Sprache und erste Einblicke in unsere Gesellschaft“, sagte von Essen.

 

 


Quelle: Nordwest Zeitung / Ammerland 24.08.15

Trecker toben auf der Wühlstrecke

 

 

Rund 250 Oldtimer-Traktoren waren zur gemeinsamen Ausfahrt nach Rastede gekommen. Die alten Schlepper zogen viele Neugierige in ihren Bann. Auchdie Kinder kamen bei dem Treffen auf ihre Kosten.

Eilert Freese

 

Loy/Barghorn Ein Treffen von rund 250 Oldtimer-Treckern in Loy/Barghorn ist immer auch eine „hörbare“ Veranstaltung. Rhythmisches Tuckern der „Triebwerke“, ab und zu ist ein aufheulender Motor zu hören. Und über allem schwebt ein leichter Dieselgeruch. „Wir wollen auf der einen Seite die Traditionen aufrechterhalten und zum anderen aber auch den jungen Leuten zeigen, wie man mit den alten Maschinen die Kartoffeln geerntet oder das Korn gedroschen hat.“, sagt der Vorsitzende der Loyer Treckerfreunde, Kevin Krieger.

Aber es scheint auch eine persönliche Begeisterung der Besitzer und der Besucher für Form und Technik dieser alten „Schätzchen“ zu sein. Ständig „schleichen“ sie um die in Reih’ und Glied stehenden Traktoren herum, um die Technik zu begutachten. Mittelpunkt ist der Lanz Bulldog D 7506 (Acker Luft) von 1938 von Hartmut Bunjes. Mit seinem 25-PS-Motor treibt er gleichzeitig eine Dreschmaschine an.

Am Sonnabend kommt gegen 13.30 Uhr plötzlich „Bewegung ins Spiel“. 62 Fahrzeuge reihen sich aneinander zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Eine Stunde lang tuckern die Zugmaschinen von der Ringstraße zur Loyerbergstraße und Braker Chaussee, entlang der Osterbergstraße zurück zum Schwarzen Weg. Mit viel Applaus wird der Konvoi wieder auf dem Platz begrüßt. Mancher Besucher hat die Gelegenheit wahrgenommen, um einmal das Gefühl des Treckerfahrens neben dem „Piloten“ zu erleben.

Stark umringt ist auch die Wühl- und Aktionsstrecke. Hier versuchen auch Jarle Tapken und Hendrik Vögel mit Ihrem Deutz 6006, einen großen Findling und einen Betonklotz mit einem Gewicht von fast zwei Tonnen in loser Erde über die Strecke zu ziehen. „Das fordert dem Motor einiges ab“, weiß Tapken. „Manchmal kommen wir ganz schön ins Schleudern“, hat Hendrik Vögel festgestellt.

Marina Denker ist mit ihrer Tochter Alina (6) und deren Freund Justus (5) auf dem Platz, um hauptsächlich den Spaß für die Kinder mitzumachen. „Die Trecker sind zwar schön, aber wir nutzen lieber das tolle Kinderprogramm“, sagt die Mutter. Ihre Küche bleibt heute kalt, denn sie hat sich vorgenommen, sowohl mit den Kindern am Bratwurst- und Pommesstand zu Mittag zu essen, als auch im Festzelt Kaffee zu trinken. Anton (7) ist eifrig dabei, mit seinem Opa Kurt Harms von einem Baumstamm eine dicke Scheibe abzusägen. „Ganz schön schwer, hat aber Spaß gemacht“, so Anton.

Spaß machen auch die Fahrten mit dem Wackelboot, gezogen vom stellvertretendem Vorsitzenden Dirk Brumund bzw. seinem Trecker. Hüpfburg und Schatzsuche in der Sandkiste runden das Kinderangebot ab. „Das Treckertreffen ist auch ein Treffen der Dorfbewohner“, so Brumund. „Und befreundete Vereine sind immer mit dabei“, ergänzt er noch. Hermann Meyer und seine Frau sind an diesem Tag gekommen, um nach einem Traktor Ausschau zu halten. „Ich bin bereit, bis zu 5000 Euro hinzulegen“, sagt Meyer. „Einen Mähbalken sollte der Trecker auch haben“, ist sein Wunsch.

DJ Timo Tapken liefert am Abend im Festzelt flotte Musik „aus der Dose“. Am Sonntag sind Loyer und Barghorner und etliche Gäste schon früh auf den Beinen, um sich das Frühstück auf dem Festgelände nicht entgehen zu lassen. Beim Oldtimertreffen der Loyer Treckerfreunde ist eine ausgeprägte dörfliche Gemeinschaft zu spüren – und viele Freunde und Nachbarn treffen sich hier, um ordentlich miteinander zu klönen.

 




Quelle: Nordwest Zeitung / Ammerland 04.12.2014

Heimelig den Advent genießen

 

Loy Von Waffeln backen bis zum Auftritt des Kindergartenchors Loyer Minispatzen: Beim Weihnachtsmarkt in Loy an diesem Sonnabend, 6. Dezember, von 13 bis 18 Uhr ist wieder allerhand geplant. Zum zweiten Mal organisieren die Vereine aus Loy und Barghorn den adventlichen Markt, der in einer Halle auf dem Gelände der Gärtnerei Wilfried Müller an der Loyerbergstraße stattfindet.

Auch das Programm auf dem Markt gestalten erneut die örtlichen Vereine und Gruppen. Auch dieses Mal wird der Freundeskreis der Grundschule Loy mit den kleinen Gästen basteln und Waffeln backen und beim Hegering Rastede-Süd können Nistkästen angefertigt werden, die die Kinder mitnehmen können. Die Jägerschaft ist zudem mit ihrem Infomobil und Lichtpunktanlage auf dem Markt vertreten und informiert auf diesem Weg kleine und große Besucher über ihre Arbeit.

An der Bude des Sportvereins Loy kann jeder Gast beim Losen ein glückliches Händchen beweisen. „Jedes Los gewinnt“, sagt Anna Papenroth, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Loy-Barghorn.

Um die Stromversorgung kümmern sich die Loyer Treckerfreunde, die wie viele andere auch beim Aufbau des Weihnachtsmarktes mithelfen, ergänzt sie. Der Nachwuchs aus der Grundschule Loy hat indes für den großen Tannenbaum, der in der Mitte der Halle stehen wird, Schmuck gebastelt.

Der Kindergartenchor Loyer Minispatzen präsentiert ab 15.30 Uhr weihnachtliche Lieder. Auch der Weihnachtsmann plant einen Besuch in Loy gegen 17.30 Uhr – natürlich mit kleinen Überraschungen für die Kinder im Gepäck. Rund 200 Tüten seien mit Naschwerk gefüllt worden, berichtet Papenroth.

Ferner beteiligen sich an der zweiten Auflage des Loyer Weihnachtsmarktes auch örtliche Künstler. Dieses Mal seien sogar noch mehr Hobbykünstler und -bastler aus Loy und Barghorn dabei als im vergangenen Jahr, so Papenroth. Im Angebot haben sie Bilder, Lampen, Gestricktes, Marmelade, Liköre, Schnitzereien, Adventskränze, Schmuck, Weihnachtskrippen Seifen und vieles mehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Loy-Barghorn sorgt mit Gegrilltem und die Jugendfeuerwehr mit Pommes Frites für das leibliche Wohl der Besucher. Das kulinarische Programm runden warmer Glühwein und Kinderpunsch sowie Kaffee ab. Um 15 Uhr wird die große Tafel mit selbstgebackenem Kuchen eröffnet.

Für Parkplätze ist gesorgt. Geparkt werden kann entlang der Loyerberger Straße.

 




Quelle: Nordwest Zeitung / Ammerland 09.09.2014

Großes Interesse an Miniatureisenbahn

 

Erste Öffnung der privaten Parkanlage von Wolfgang Grote in Loy lockt Hunderte Besucher

 

Die Gäste waren von der umfangreichen Garteneisenbahnanlage begeistert. Der Park soll in den kommenden
Monaten und Jahren noch erweitert werden.

 

Erhard Drobinski

 

 

Loy Die kleine Stadt Groteburg war am Wochenende Ausflugsziel hunderter Menschen. Sie verfolgten mit großem Interesse die dort fahrenden Züge. Groteburg heißt die kleine Miniaturstadt, die im Garten von Wolfgang Grote auf einer Fläche von gut 1000 Quadratmeter entstanden ist und in Loy liegt.

Fast neun Jahre lang haben Grote, seine Familie und Freunde an der Entstehung der Garteneisenbahnanlage gearbeitet, bis sie jetzt der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Die sechs Miniaturzüge der Größe G (Gartenbahn) fahren auf einer Gleisanlage von 500 Meter Länge. Einige der Züge werden von dampfenden Loks gezogen, die zwischendurch mit einem Spezialöl gefüllt werden mussten, um Dampf erzeugen zu können.

Mit dieser Anlage, die in den kommenden Monaten und Jahren noch erweitert werden soll, hat sich Grote einen Kindheitstraum erfüllt. Schon als kleiner Junge ging er gern zum Oldenburger Hauptbahnhof, um dort die Züge zu beobachten. Vor neun Jahren fand er in Loy den aus seiner Sicht perfekten Garten, um den Miniatureisenbahnpark aufzubauen. Sowohl die Grundkonzeption als auch die Gestaltung der Gleisanlage wurden von ihm geplant und umgesetzt.

Die vielen Besucher, die die Ringstraße in Loy mit ihren Autos und Fahrrädern füllten, waren von der Anlage begeistert. „Es ist ein Wahnsinn, was hier technisch und optisch geschaffen wurde“, war Jens Blohm aus Loy überwältigt. Die Präsentation der Miniaturstadt Groteburg mit seiner Eisenbahn soll nach Angaben Grotes erst einmal ein einmaliges Erlebnis bleiben. „Das wäre schade“, so Blohm. „Vielleicht sollte zumindest einmal im Jahr diese besondere Stadt für Besucher geöffnet werden. Und dann könnte auch ruhig etwas Eintrittsgeld genommen werden.“

Um die Anlage zu erweitern, zu unterhalten und vielleicht auch in Zukunft öfter den Garten für die Öffentlichkeit zu öffnen, möchte Grote einen „Freundeskreis für Garteneisenbahner“ ins Leben rufen. Es soll kein Verein werden, „alles soll ganz frei und ohne Druck ablaufen“, so Grote. Bereits am Sonnabend zeigten die ersten Besucher ihr Interesse. Die Öffentlichkeit darf hoffen, vielleicht auch im kommenden Jahr einen sonnigen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in der Miniaturstadt Groteburg verbringen zu können.